Geschichte und Herkunft

Obwohl der Paso Fino in Lateinamerika seit den Tagen der Konquistadoren gezüchtet wird, war diese Rasse in den USA bis in die 40er Jahre des letzten Jahrhunderts gänzlich unbekannt. Entstanden aus den drei europäischen Rassen - Andalusier, Berber und der nicht mehr existierenden Spanischen Genet - wurden die Vorfahren des heutigen Paso Fino in der Neuen Welt zunächst als Zuchtgrundlage für die Pferdewechselstationen der spanischen Konquistadoren eingesetzt. Sie trugen ihre Reiter tagelang über Gebirge, Ebenen, dichten Dschungel und ermöglichten somit den Spaniern die Eroberung Südamerikas.

Der Paso Fino war durch seine Ausdauer und Robustheit, seine Menschenbezogenheit und vor allem den bequemen Gang ideal für die Bedürfnisse der damaligen Zeit. Pferde waren als Transportmittel und Arbeitstiere unabdingbar. Auch auf den großen Plantagen wurden diese Qualitäten geschätzt, weil der Paso Fino über den notwendigen „Cow Sense“ verfügt, der diese Pferde für den Einsatz bei der Rinderarbeit so wertvoll machte.
Dazu kam, dass die stolzen Plantagenbesitzer mit dem Paso Fino zudem ein Pferd besaßen, das neben seinen anderen Vorzügen auch besonders edel und schön aussah und somit seinen Reiter ins rechte Licht setzte.