Paso Fino - Rassetypen

Der Paso Fino wird in den USA und hierzulande in drei verschiedene Typen unterteilt, die jedoch nicht als Qualitätsmerkmal anzusehen sind, sondern lediglich die jeweilige Veranlagung des Pferdes und die damit zum Teil verbundenen unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten beschreiben.

Pleasure: Der Paso Fino im Pleasure–Typ eignet sich wohl am besten für den Freizeit- und Wanderreiter. Diese Pferde zeigen lockeren, taktklaren Tölt am lockeren Zügel in entspannter, mäßig versammelter Manier. Der Raumgriff ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich, jedoch sollten alle Pferde fähig sein, den Tölt problemlos vom Paso Corto (Arbeitstempo) zum Paso Largo (verstärktes Tempo) zu steigern. Durch ihre Rittigkeit und ihr angenehmes, ausgeglichenes Temperament sind Pleasure-Pferde sowohl unter dem Reiter als auch beim täglichen Umgang unkomplizierte und angenehme Partner.

Performance: Paso Finos im Performance-Typ zeigen ebenfalls Paso Corto und Paso Largo; im Unterschied zum Pleasure-Pferd wird hier aber mehr Wert auf Versammlung, Präsenz, Aufrichtung und Temperament gelegt. Performance-Pferde verfügen über viel Ausstrahlung und Vorwärtsdrang und haben zuweilen auch ein etwas überschäumendes Temperament. Diese Pferde sind bestens geeignet für bereits fortgeschrittene Reiter mit entsprechender (Gangpferde)Erfahrung, die sensible, temperamentvolle Pferde mit viel Gehwillen schätzen.

Classic Fino: Paso Finos im Classic-Fino-Typ sollen die Veranlagung für ein Höchstmaß an Aufrichtung, Versammlung und Temperament zeigen. Auf den Turnieren in den USA, Kolumbien oder Puerto Rico werden diese Pferde ausschließlich im „Classic Fino“ vorgestellt, einem rhythmischer 4-Takt Tölt mit rasant schneller Fußfolge (Quickness genannt) bei minimalstem Raumgriff und höchster Versammlung. Da nur ein geringer Prozentsatz eines Fohlenjahrgangs alle natürlichen Voraussetzungen erfüllt, um später in Classic-Fino Klassen erfolgreich bestehen zu können, sind diese Pferde auch entsprechend teuer.