Verwendung, Einsatzmöglichkeiten & Reitweise

Seine Rittigkeit und Trittsicherheit, der bequeme Gang und nicht zuletzt der umgängliche und menschenbezogene Charakter machen den Paso Fino zu einem idealen Freizeit- und Wanderreitpferd.
Aufgrund ihres „Cow Senses“ und enormen Wendigkeit bietet sich die Rasse auch für das Westernreiten an. Dank seiner Leichtrittigkeit und hohen Versammlungsfähigkeit ist der Paso Fino auch bestens geeignet, Elemente der klassischen Dressur zu lernen. Vor einer leichten Kutsche oder auch unter dem Damensattel macht er ebenfalls eine elegante Figur. Seine weichen Gänge machen den Paso Fino auch zu einem idealen Pferd für Reiter mit Rückenproblemen. Viele Paso Finos werden aufgrund ihres sanften Wesens auch für therapeutisches Reiten eingesetzt.
Und natürlich ist er das ideale Pferd, um bei Gangpferdeturnieren zu glänzen. Ob im Classic Fino oder im rasanten Paso Largo, ein Paso Fino ist immer ein Erlebnis für den Reiter und den Zuschauer gleichermaßen. In allen Prüfungen liegt der Richtschwerpunkt immer auf dem taktreinen und gleichmäßigen Tölt - dem Markenzeichen des Paso Fino.

Grundsätzlich kann der Paso Fino in den unterschiedlichsten Reitweisen geritten und ausgebildet werden. Jedoch sollte immer auf die Leichtrittigkeit und die Klarheit und Reinheit der Gänge Wert gelegt werden. Die traditionelle Reitweise des Paso Fino kann am ehesten mit der Westernreitweise verglichen werden, da auch die typische Paso Fino Reitweise auf lediglich leichtem Zügelkontakt und minimalen Hilfen basiert. Gewichtshilfen werden ebenfalls gezielt eingesetzt.

Bei der Ausbildung und im Training wird viel Wert darauf gelegt, dass das Pferd von Anfang an seine Balance findet und gut gymnastiziert und konditioniert wird. Jungpferde werden in der Regel drei- oder vierjährig zunächst im Bosal angeritten. Ein Gebiss wird erst dann verwendet, wenn das Pferd im Bosal fein auf alle Hilfen des Reiters reagiert. Paso Finos zeigen den ihnen angeborenen Spezialgang in der Regel natürlich und taktklar ohne jegliche Form von Manipulation (wie z.B. unterschiedliche Beschläge, Hilfszügel, Gewichte etc.) und diese sind auf Turnieren generell auch untersagt.